Die Anlage in Lužice nach der Sanierung

Der zweite Teil des zweitägigen Besuchs von Karel Komárek führte zum renovierten Gelände von MND Drilling and Services in Lužice. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von 250 Millionen Kronen führte nicht nur zur Sanierung des durch einen Tornado verwüsteten Geländes, sondern auch zu dessen grundlegender Modernisierung – von neuen Betriebsflächen über den zentralen Park bis hin zu einem umfassenden Regenwassermanagementsystem.

 

Die feierliche Eröffnung des renovierten Geländes war von einer Überraschung begleitet. Ohne vorherige Ankündigung traf Karel Komárek ein. Für die Mitarbeiter war dies nicht nur ein rein formeller Besuch – nach der Besichtigung traf er sich persönlich mit ihnen und hielt anschließend eine Ansprache.

Die Umgestaltung des gesamten Geländes
Das Gelände in Lužice wurde für rund 250 Millionen Kronen saniert. Dabei ging es nicht nur um die Instandsetzung beschädigter Gebäude, sondern auch um eine vollständige Umgestaltung der Funktionsweise des gesamten Areals. Von der Gesamtfläche des Areals, die etwa 17 Hektar beträgt, wurden mehr als 90 000 Quadratmeter umgestaltet – also mehr als die Hälfte der gesamten Fläche.

Teil des Projekts war auch die Errichtung neuer befestigter Flächen im Umfang von 46.000 Quadratmetern sowie die Sanierung bzw. der Neubau von Gebäuden mit einer Gesamtfläche von 2.750 Quadratmetern. Auch die Logistik wurde grundlegend umgestaltet. Innerhalb des Geländes wurden Maschinen über eine Fläche von mehr als 20.000 Quadratmetern transportiert und Dutzende Kilometer an Rohrmaterial und Bohrwerkzeugen gehandhabt.

„Die Sanierung erfolgte bei laufendem Betrieb, was logistisch gesehen ziemlich anspruchsvoll war. Es ist uns jedoch gelungen, mehr als 12.000 Tonnen Beton aus alten, ungeeigneten Flächen zu recyceln. Wir haben ihn als Unterbaumaterial für alle neu entstandenen Linienbauwerke verwendet“, betonte René Kachyňa, Geschäftsführer von MND Drilling and Services.

„Bei den Erdarbeiten haben wir eine ausgeglichene Bilanz erzielt – überschüssigen Boden aus einem Bereich haben wir im Park verwertet –, sodass wir nichts abtransportieren mussten. Dank dieser Wiederverwertung konnten wir etwa 20 Millionen Kronen einsparen, die wir für die Instandsetzung einer Halle verwendet haben, die im ursprünglichen Plan nicht vorgesehen war“, fügte er hinzu.

Ein Ort, der sich gewandelt hat
Bei der Ankunft auf dem Gelände ist die Veränderung auf den ersten Blick erkennbar. Neue Oberflächen, hergerichtete Wege, Begrünung und eine klare Raumaufteilung verleihen dem gesamten Ort einen völlig anderen Charakter, als ihn viele aus der Zeit vor dem Tornado in Erinnerung haben.

Karel Komárek erkundete das Gelände zunächst zu Fuß. Er hielt im zentralen Park an, der heute das natürliche Zentrum des gesamten Areals bildet und mit Bohrstangen geschmückt ist – einem Symbol der Branche. Der Park entstand nicht nur als ästhetisches Element, sondern als funktionaler Raum für die Mitarbeiter, der gleichzeitig zur Wasserwirtschaft beiträgt.

Wasser, das dort bleibt, wo es fällt
Eines der zentralen Themen der Sanierung war die Regenwasserbewirtschaftung. Das Gelände hatte lange Zeit mit den Folgen der Trockenheit zu kämpfen, weshalb das Projekt darauf abzielte, das Niederschlagswasser so weit wie möglich direkt vor Ort zu halten.

Teil der Lösung war die blau-grüne Infrastruktur. Das Wasser wird aufgefangen, versickert und wiederverwendet – beispielsweise zur Bewässerung. Es entstanden Versickerungsflächen, Rückhalteelemente sowie begrünte Dächer und Fassaden. Die Gesamtkapazität zur Regenwasserspeicherung beträgt 108 Kubík. Die Trennung von Regen- und Abwasser führt zu Einsparungen von bis zu 80 % bei den Gebühren.

Die Investition als Signal
Nach der Besichtigung hielt Karel Komárek eine kurze Ansprache. Er würdigte die Umgestaltung des Geländes sowie die Bedeutung der Investition und betonte, dass die Investition in Höhe einer Viertelmilliarde die Bedeutung von MND innerhalb der Gruppe unterstreiche.

Die Atmosphäre des Besuchs war entspannt, und auf den offiziellen Teil folgte ein informelles Treffen der Mitarbeiter mit Karel Komárek.

Martin Benes
Chefredakteur

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